Fans kritisieren Gronkh

Auf der Facebook-Seite von Gronkh ist am 7.12.2014 eine Diskussion um ihn und seine Formate entstanden, in der sich Fans beklagen, dass sie den „alten Gronkh“ vermissen.

In meiner Kolumne „YouTube bald so einfallslos wie TV-Programme?“ schrieb ich bereits über die vermehrt negativen Meinungen zu der Kommerzialisierung YouTubes und der damit zusammenhängenden Veränderung der YouTuber. Seit gestern gibt es neue Unruhen in der größten YouTube-Community Deutschlands. Auf der Facebook-Timeline von Gronkh hat ein Fan einen Beitrag geschrieben, in welchem er sich darüber beklagt, dass Gronkh’s Authentizität über die Jahre verloren gegangen sei.

Was ich an dir mochte war, dass du immer authentisch und auf dem Teppich geblieben wirktest […]  bemerke ich, dass ich das Geschehen um dich, deine Videos und alles drum herum immer weniger und weniger verfolge. Und irgendwie liegt das an…dir. Du predigst seit mittlerweile Jahren, dass du „back to the roots“ willst. Gleichzeitig bist du in extravagante Projekte involviert, bist gefühlt jeden zweiten Monat auf Reisen, gibst den Moderator auf der Launchparty eines Konsolenherstellers und zeigst dich in Werbespots zu Videospielen im TV.

-Dennis von Mensch, Facebook

Unter diesem Beitrag entstand schnell eine große Diskussion. Unglaublich, aber wahr, es entstand eine für YouTube-/Facebook-Verhältnisse sogar sehr konstruktive Diskussion, an der sich auch Gronkh selbst beteiligte. Dieser stellte klar, dass er den Standpunkt des Fans zwar verstehen könne, dieser aber nicht mehr aktuell sei.

Tut mir leid, ich weiß, Du hast Dir viel Mühe für das Posting gegeben […] aber dieser Text kommt leider einige Monate zu spät. Es scheint so, als hättest Du viele Entwicklungen der letzten Zeit nicht wirklich mitbekommen, zumindest, was mich selbst angeht.
Und ja, 2014 wurde viel gezerrt und gezogen […] Ich bin ein Stück weit mitgegangen, ziehe mich in letzter Konsequenz aber aus diesem ganzen „Star-Rummel“ und Selbstgefeiere zurück, hab es teilweise auch schon das Jahr über getan. Dazu muss man nur mal genau (!) hinschauen, wer wo wirklich teilgenommen hat – und wer es eben nicht tat.

Trotzdem schlossen sich viele User dem ersten Post an und äußerten ebenfalls ihren Unmut. So wurde beispielsweise oft kritisiert, dass sich Gronkh angeblich verstelle und probiere zwanghaft lustig zu sein. Zusammengefasst kann man sagen, dass der Grundton der Diskussion „Ich vermisse den Gronkh, der nachdenklich und philosophisch war, heute schreist du nur noch pseudo-lustig herum“ war, bzw. ist.

Ohne Gronkh’s Kommentar-Stil bewerten zu wollen, ist es nicht ungewöhnlich, dass Zuschauer die Bindung zu YouTubern verlieren, wenn die Community wächst und alte – geliebte – Formate neuen weichen. Außerdem kann man Gronkh’s Aussagen bezüglich des Star-Rummels nur zustimmen, denn es stimmt, Gronkh war im Vergleich zu Anderen nicht im großen Exklusiv-Interview in der Bravo oder der StarsTube zu sehen. Abgesehen von seiner Nepal-Reise und einer Kooperation mit den Machern des Spiels „The Evil Within“ war er im letzten halben Jahr außerhalb seiner Formate nur wenig präsent.

Ob Gronkh dem Motto „back to the roots“ treu bleibt, wird sich zeigen und muss in einigen Monaten erneut hinterfragt werden. Bis dahin sollte man sich aber überlegen, was man schreibt, da Gronkh selbst sagt, dass er es leid sei, dass jede Entscheidung kritisiert werde und es ihm nicht möglich wäre alle zufriedenzustellen und dies auch gar nicht wolle.

Klar ist aber auch, dass sich Gronkh mit diesen Aussagen eine sehr hohe Messlatte gesetzt hat.

Quelle: Gronkh (Facebook)

 

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  • Babsy

    Ich finde diese ganze Diskussion eher unfair, muss ich sagen.
    Es scheint mir persönlich eher so, dass viele Zuschauer einem Trend folgen.
    Nämlich dem, Gronkh in seinen Entscheidungen zu kritisieren.
    Wobei ich sagen muss, dass ich den kritischen Post gelesen habe und er war gut und sachlich formuliert.
    Doch jedem Menschen sollte es vom Grundprinzip gestattet sein, in seinem Leben neue Wege zu beschreiten und auch neue und vielleicht gewagte Dinge zu probieren.
    Wohin dieses dann auch führen mag.
    Das die „Masse“ der Zuschauer nicht mehr in dem Maßen „bedient“ werden kann, wie es einst vor zwei , drei Jahren der Fall war, ist richtig.
    Es macht einen großen Unterschied, ob sich nun eine Millionen Menschen um einen anderen scharren oder ob es nun mehr als drei Millionen sind.
    Hier kann man einfach sagen, dass es der gute Herr Range nicht schaffen wird, für jeden ein persönliches Wort oder eine persönliche Botschaft zu formulieren.
    Nichts desto trotz , obschon das letzte Jahr sehr aufwühlend war und augenscheinlich sehr viel zu tun war, blieb Gronkh doch seinen Zuschauern in dem Sinne treu, dass er, genau wie vor zwei, drei Jahren, immerzu mit seinen Zuschauern in Kontakt blieb.
    Sei es nun über die Pinnwand oder eben in Form von kleinen Botschaften, Videos oder ähnlichen.
    Man kann dem Mann einfach nicht zum Vorwurf machen, dass er versucht, sich zu entwickeln.
    Das ist ein wenig anmaßend.
    Er selbst hat ja nun auch verkündet, dass er ein wenig zurück treten will, aber…und das sollte jedem auch bewusst sein, sollte dies aus eigenen Wilen und freien Stücken geschehen und nicht , weil lediglich ein weiterer Zwang auf ihn zu gekommen ist.
    Nämlich dem der Aufrufe der Comunity zu folgen.
    Genau so, wie seine Zuschauerschaft ihm vorwirft, den Druck und dem Zwängen der beteiligten Medien zu unterliegen, genau so versucht nun zum Teil auch die Community ihrerseits die gleichen Zwänge aus zu üben, um ihn dazu zu bewegen, zwanghaft philosophisch und „minecraftmäßig“ daher zu reden.
    Unfair, kann ich da nur sagen.
    Wer im Glashaus sitzt, meine Lieben…

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